Jubiläum: 25 Jahre an der Heilandkirche zu Bonn - Mehlem


Auszüge aus dem Gemeindebrief vom Dezember 2003

Robert Wachowsky -
25 Jahre Pfarrer in unserer Gemeinde

Am 18. Juni 1978 wurde Pfarrer Robert Wachowsky als Pfarrer des 1. Pfarrbezirks der Heiland-Kirchengemeinde in sein Amt eingeführt (übrigens als Amtsnachfolger von Pfarrer Friedrich Bleek.)

25 Jahre sind nun daraus geworden – Gott hat sie werden lassen. In diesen 25 Jahren hat Pfarrer Wachowsky die Gemeinde in überaus engagierter und unnachahmlicher Weise geprägt und bewegt, viele Haupt- und Ehrenamtliche haben in diesen Jahren an seiner Seite gestanden und haben gern mit Æihrem Pfarrer" zusammen gearbeitet. Der Gemeinde ist es auf vielfache Weise zum Segen geworden. Wir danken Gott für alles Gute, was er durch Pfarrer Robert Wachowsky der Gemeinde geschenkt hat.

Ich sage von hier aus auch meinen persönlichen Dank für alles gelungene Miteinander (was unter Pfarrern auch nicht immer einfach ist): Lieber Robert, herzlichen Glückwunsch zu deinem Jubiläum, Gott segne und behüte Dich auf Deinem weiteren Weg!

Dein  "Kollege" und Amtsbruder

Klaus Merkes

Lieber Robert, 25 Jahre sind eine lange Zeit. Viel ist geschehen und du hast vieles auf die Beine gestellt in dieser Zeit.

Ich erinnere mich noch sehr lebhaft, wie du mich überredest hast, mal eine Seniorenfreizeit zu machen. Viel Zeit hast Du aufgebracht, um Helga Wagner und mich darauf vorzubereiten. Theda war auch noch dabei, um uns medizinisch beizustehen. - Und dann war es soweit, wir fuhren nach Zell am Hamersbach. In der Mitte der Zeit hast Du uns mit Margret und Fratz besucht.

Aber dabei blieb es ja nicht. Noch dreimal fuhren wir mit unseren Senioren in den nächsten Jahren im Herbst in die Ferien. Es war eine schöne Zeit. Und ich habe viel dabei gelernt. Dank dafür! Jutta Feil

Schmuck in der Kirche? In evangelischen Kirchen hat es die Kirchenkunst schwer! Sie sollen durch ihre Gestaltung wirken - Gemälde und sonstige Bildwerke sind eher unerwünscht. Aber wir leben ja nicht mehr in der Zeit der Bilderstürmer! Barocker Überschwang in einer modernen Kirche - das paßt sicher nicht zusammen. Andererseits wissen wir Kinder des Fernsehzeitalters, daß Bilder oft mehr sagen als Worte.

Insofern war der Entschluß, die Heilandkirche mit Bildwerken auszustatten, durchaus zeitgemäß. Leider haben ja viele Menschen keinerlei Ahnung mehr von den biblischen Geschichten, da ist es gut, diese wenigstens in der Kirche wieder zur Geltung zu bringen. Insofern ist Pfr. Wachowsky zu danken, daß er mit dem großen Kruzifix und dem Christusweg mit seinen Plaketten von H.G. Bücker einen Hauch von Kunst in unsere sonst eher nüchterne Heilandkirche gebracht hat. Danke!

Erich Feil


Robert und Margret Wachowsky am 18. Juni 1978 im Haus der Frauenhilfe.

Robert Wachowky feiert 1998 sein 20-jähriges Jubiläum.

Unterwegs mit Pfarrer Wachowsky

Am Anfang waren wir unterwegs zu ihm. Und als uns gefiel, wer uns in Neubeckum begegnete, waren wir nur noch unterwegs mit ihm bis auf den heutigen Tag.

Unterwegs waren wir, um in unserer Patengemeinde Wachow zu DDR-Zeiten die Menschen kennenzulernen, mit denen wir gemeinsame Gottesdienste feierten, und denen wir mit Geld- und Sachspenden, vor allem aber durch das Zeugnis der Verbundenheit Mut machen wollten. Manche Kontakte bestehen bis heute.

Unterwegs waren wir gemeinsam in Israel, um Land und Leute und die Stätten unseres christlichen Ursprungs zu erleben.

Unterwegs waren wir mit ihm auf zahlreichen Freizeiten; sehr eindrucksvoll in der Ramsau unter dem Dachstein mit Höhepunkt des Erlebnisses des ÆJedermann" in Salzburg.

Erst kürzlich waren wir gemeinsam unterwegs auf der Insel Föhr zur Vorbereitung einer Freizeit im Jahr 2004.

Damit Pfarrer Wachowsky auch auf dem Wasser unterwegs sein kann, um die in Mehlem vorbeifahrenden Binnenschiffer am Samstag vor dem 3. Advent mit kleinen Geschenken zu erfreuen - und das seit vielen vielen Jahren - sind wir vorher beim Einkaufen und Packen der Geschenke unterwegs.

Zu allen Aktivitäten braucht Pfarrer Wachowsky Helfer. Diese, sprich ehrenamtliche Mitarbeiter, zu finden und zu motivieren ist ihm nie schwer gefallen.

Wohin wir auch immer unterwegs waren, vor Ort knüpfte er Kontakte, spürte Menschen auf, die jeweils zum Gelingen der Unternehmung und zur Bereicherung seiner Weggefährten beitrugen.

Vor allem anderen aber ist Pfarrer Wachowsky seit 25 Jahren mit uns unterwegs durch die Bibel und nimmt uns mit auf dem Weg zu Gott.

Anneliese Müller

Wisst ihr eigentlich, wie unser Konfirmanden-Unterricht aussieht?

Konfirmandenunterricht heißt nicht nur, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser, den Psalm 23, die Einsetzungsworte des Abendmahls auswendig zu lernen, sondern man kann neue Freunde finden und viel Spaß zusammen haben.

Es werden auch Konfirmandenfahrten unternommen, z.B. nach Bethel, ein Stadtteil von Bielefeld. Wir feiern dort mit behinderten Menschen Gottesdienste, haben Spaß zusammen, bereiten den Behinderten Freude, indem wir ein Sommerfest planen und vorbereiten und uns mit ihnen beschäftigen.

Unser ÆSuper"Pfarrer Wachowsky versucht mit jeder KU-Gruppe nach Bethel zu fahren, um diese Erfahrungen zu machen - auch wenn es schon schwer wird, für 50 Kinder eine Unterkunft für 4 Tage zu finden.

Juliane Bolenz

Familiengottesdienst

Was wäre der Famgo ohne die ÆEisbrecher", die immer wieder neu formierten, musizierenden Jugendlichen, die diesem Gottesdienst ein eigenes Flair geben, und die R.W. erst ins Leben rief.

Im Vorbereitungskreis glänzt R.W. nicht nur in manchem theologichen ÆSchlagabtausch", sondern vermittelt seinen reichen Erfahrungsschatz verschiedensten Gottes-diensthelferInnen, immer am Thema und der Verkündigung orientiert.

Der Godi selbst stellt ein Æniederschwel-liges" Angebot dar, ob für Teenie, Oldie oder Baby - altergemäß in getrennten Gruppen kann jeder Besucher seiner Lebenssituation angemessen etwas für sich persönlich mitnehmen. Viele Gemeindemitglieder haben durch diese Gottesdienstform überhaupt zu uns gefunden.

Das anschließende gemeinsame Mittagessen und die Nachbesprechung sind zum vertrauten, geselligen Ritual geworden.

Uwe Schulz

Preisfrage    

Wer kennt den Namen des Mannes, dessen lateinische Bezeichnung Homo Bonus Theologicus Kaliningradiensis lauten könnte, weil er seit nunmehr gut 10 Jahren mit großer Kraft und Ausdauer humanitäre Hilfe für ein Gebiet leistet, das zwischen Ostsee, Litauen und Polen eingeklemmt liegt und das wie von einem Grauschleier der Armut und Perspektivlosigkeit bedeckt zu sein scheint?

Diese Hilfe leistet er dem Bezirkskrankenhaus, der ev. Probstei, sieben Kinderheimen, einem landwirtschaftlichen Projekt und einer Ambulanzstation mitten in der ÆOblastprärie", indem er Geld zur Verfügung stellt und Hilfsgüter aller Art - vom Strampelhöschen über Kleidung, Bettwäsche, Decken, Pflegebetten bis hin zu hochwertigen medizinischen Geräten - liefert.

Sie wollen Näheres aus jüngster Zeit wissen?

Nun gut:

Er hat vier Wohn- und Sanitätskontainer gekauft, damit ein Kinderheim erweitert werden kann, und kümmert sich um die dadurch steigenden Lohnkosten.

Er hat der Rehabilitationsabteilung des Krankenhauses eine Finanzspritze für neue Bettdecken Æverpaßt".

Er hat zwei Schwesternfonds gegründet, einen für Notfälle und einen für die Fortbildung und Höherqualifizierung der Schwestern des Hauses.

Dem landwirtschaftlichen Projekt, das eine Art Hilfe zur Selbsthilfe dastellt (u.a. liefert diese Genossenschaft Nahrungsmittel für Schulen, Kindergärten und Kinderheime) hat er Maschinen beschafft, die dafür sorgen, daß vor allem Getreide und Raps nicht vergammeln.

Und er hat Kinderheimen nicht nur zu neuen Toiletten, sondern auch zu PCs verholfen.

Wie kann dieser Mensch sonst noch charakterisiert werden?

Er ist optimistisch und lacht viel: ÆDer liebe Gott tut nichts als fügen!"

Er kennt keine Berührungsängste - weder vor der Not noch vor den Notleidenden, auch wenn sie sich nicht im Zustand höchster Hygiene befinden.

Er scheut keine Arbeit, selbst keine zu besten Fernsehzeiten.

Und er versteht es durch seine unbefangene Direktheit, Leute aller Konvenienz - seien es Gemeindeangehörige, Außenstehende oder Lionsclub- bzw. Rotary-Club-Mitglieder - vor seinen karitativen Karren zu spannen, indem er sie Geld und Hilfsgüter spenden, mitarbeiten, bürokratische Hürden überwinden, helfen oder sonstwie nützlich sein läßt.

Wer den Namen dieses Mannes errät, erhält als Preis die Möglichkeit, im Februar und März vier Wochen lang unentgeltlich in der Königsberggruppe mitzuarbeiten, wenn sie den nächsten Transport vorbereitet, und so weitere Einzelheiten der Königsberghilfe zu erfahren.

Friedrich Schmidt

Pfarrer Wachowsky - der Manager

Seit Mai 1996 wirkt er im Aufsichtsrat des 1966 errichteten Evangelischen Waldkrankenhauses Bad Godesberg mit, und zwar zunächst als Æeinfaches" Mitglied und seit dem Jahr 2000 als Vorsitzender.

Der Aufsichtsrat ist eins von drei Organen des von den fünf evangelischen Kirchengemeinden Bad Godesbergs in gemeinsamer Trägerschaft betriebenen Krankenhauses. Er berät und überwacht die Geschäftsführung. Ihm obliegt somit eine ganz wesentliche mitgestaltende Funktion in allen wichtigen das Krankenhaus und seine Entwicklung betreffenden Angelegenheiten.

Der Vorsitzenden agiert nicht nur in Æseinem" Gremium, dem Aufsichtsrat, sondern mit und gegenüber der Geschäftsführung und der Gesellschafterversammlung. Mindestens ebenso wichtig ist ein gutes Händchen im Umgang mit allen anderen für den erfolgreichen Betrieb des Krankenhauses wirkenden Kräften, nämlich den Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegedienst und allen

weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

In seiner Amtsperiode hat Pfarrer Wachowsky Verantwortung für folgende wichtige Entscheidungen übernommen:

- Aufrechterhaltung des Krankenhauses als eigenständiges Krankenhaus und Wiederherstellung seiner Wirtschaftlichkeit nach der Existenz bedrohenden Schieflage in den Jahren 1997/98

- Errichtung eines Hospizes am Krankenhaus mit 10 Plätzen (Inbetriebnahme voraussichtlich Ende 2004/Anfang 2005)

- Erfolgreiche Vertragsverhandlungen mit dem Johanniter-Krankenhaus zur Gründung einer gemeinsamen Betreibergesellschaft (Holding)

- Umstrukturierung der medizinischen Abteilungen mit neuen leitenden Ärzten in den Bereichen Chirurgie und Unfallchirurgie

- Einbindung von niedergelassenen Fachärzten in das Krankenhaus, z.B. Strahlentherapie, Nachtdialyse und Neurochirurgie

- Bauliche Sanierung des Krankenhauses, z.B. Stationssanierungen, Neubau der Kreißsäle, Eingangsbereich, Krankenwageneinfahrt, endourologischer Eingriffsraum

- Neuanschaffung medizinischer Großgeräte, z.B. Nierenlithotripter, Computertomograph.

Bei all diesen Aufgaben hat Pfarrer Wachowsky seinen Ideenreichtum und sein nachhaltiges Engagement in gleicher Weise eingebracht, wie wir es von ihm seit nunmehr 25 Jahren im Wirken unserer Gemeinde erleben. Auch hier geschieht dies weitgehend ohne Rücksicht auf seine Gesundheit. Vielleicht ist es aber gerade dieses unermüdliche und erfolgreiche Sich Einbringen, das ihm einerseits über gesundheitliche Schwierigkeiten hinweg geholfen hat und ihm andererseits immer wieder Motor für unerschöpfliche neue Aktivitäten ist.

Möge Gott ihm, uns und dem Evangelischen Waldkrankenhaus geben, dass seine Kräfte und Ideen noch lange weiter wirken können.

Dr. Hans-Joachim Wolter

Der Platz reicht natürlich nicht annähernd für alles, was er hier angeregt hat in den 25 Jahren. Es gäbe ein ganzes Buch. Ich kenn ihn ja schon lange. Mir ist vor allem seine ansteckende und wärmende Fröhlichkeit wichtig, und dass er den Leuten auch zutraut, etwas zu machen. Delegieren nennt man das heute!!

Susanne Hartenstein.

Abschied aus dem aktiven Pfarrdienst in den Ruhestand.

Am 3. Dezember 2006 wurde Pfarrer Wachowsky aus dem aktiven Pfarrdienst in den Ruhestand verabschiedet.
Der Gottesdienst  wurde um 10 Uhr in der Heilandkirche zu Bonn-Mehlem gefeiert.
Danach ludt das Presbyterium zu einem Empfang im Gemeindehaus Bonn-Mehlem, Domhofstr. 45, ein.

Aus dem Gemeindebrief im Dezember 2006:

Pfarrer Wachowsky hat unsere Gemeinde in den Jahren seines Wirkens vom ersten Moment seines Hierseins an belebt und geprägt! Er wollte Menschen erreichen, möglichst viele, und ihnen das Evangelium von Jesus Christus bringen. Das war und ist zu allen Zeiten sein Hauptanliegen. Zu diesem „Zweck“ entwickelte er weit vorausschauende Ideen auf ganz unterschiedlichen Gebieten und setzte sie mit dem ihm eigenen Bienenfleiß in die Tat um. Und zwar sofort! Ein paar mir besonders eindrückliche Dinge - bestimmt nicht alle - will ich hier darstellen.

 Einführung 1978 im Haus der Frauenhilfe

Als er im Juni 1978 - vom Presbyterium gewählt - seinen Dienst in der Heiland-Kirchengemeinde antrat, war unser Gemeindezentrum bereits geplant, aber es war noch nicht gebaut. Er überzeugte das Presbyterium, dass es sinnvoll sei, diesem Bau ein Untergeschoß zu geben. Welche Chance für alle! Hier entstanden 1981 zusätzlich vier Räume für die Jugend, ein Büro für den Jugendleiter und ein Werkraum (u.a. zum Töpfern). Die damals schon sehr lebendige Jugendarbeit bekam ein großzügiges neues Zuhause.
Aber wozu Gutes anbieten, wenn es niemand erfährt? Information der Gemeindeglieder  ist ihm  unbedingt wichtig, sie fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl: Im Januar 1979 erschien das Blatt „Unsere Gemeinde“ (von da an monatlich!), das er anfangs höchstpersönlich zusammensetzte und rund 1500 mal kopierte als Beilage zum allgemeinen Gemeindebrief der fünf Godesberger Kirchengemeinden. Später hieß es „Das gelbe Blatt“ und ging 1997 in unseren eigenen Gemeindebrief über. Ein sehr reger Kontakt zu den örtlichen Zeitungen machte unsere Gemeinde über ihre Grenzen hinaus bekannt.

Den Menschen das Evangelium nahe bringen. Dazu gehört eine Einladung  im Januar 1980 an alle „Frauen über 40“ des 1. Bezirks. Es kamen viele und sagten ohne Umschweife, was sie von „Kirche“ erwarteten oder sich wünschten. So entstanden vier neue Gruppen. Eine wollte miteinander wandern. Das tut sie bis heute! Erst unter Herrn Jung-bluths, dann unter Frau Grünwalds und jetzt unter Herrn Weidtmanns Regie. Eine wollte mit Pfr. Wachowsky singen und tanzen. Eine Gruppe über die Sorgen und Freuden der Lebensmitte Gespräche führen, eine andere interessierte sich für moderne Literatur und das Theater. Für mich war diese Einladung - außer der Konfirmation unserer Kinder - der neue Anknüpfungspunkt an die Kirche. Und ich vermute, für viele andere auch. Das waren seine Anfänge hier. Später kam anderes dazu. Er griff Anregungen aus der Gemeinde auf und organisierte sie: ein Friedensseminar, eine O(ffene)T(ür) für Erwachsene auch am Heiligen Abend, Tecum (eine übergemeindliche Gruppe zur Begleitung von psychisch belasteten Menschen) und den Club Creativ.
Vorbereitung der Osternacht  Vorbereitung der Osternacht

Den Menschen, und auch besonders den jungen Menschen das Evangelium bringen, und zwar so, dass sie es auch verstehen, das blieb sein Anliegen. Dem dienen unterschiedliche Gottesdienstformen. Menschen sind ja nicht alle gleich und schon gar nicht gleich fromm. Jugend hört und spricht anders. Deshalb wurden Jugendgottesdienste gefeiert, Taufgedächtnisgottesdienste, die Osternacht und der 23 Uhr Gottesdienst am Heiligen Abend. Im Februar 1982 fand der erste Familiengottesdienst im Gemeindehaus statt.
Familiengottesdienst  Familiengottesdienst im Gemeindehaus


 Dort beschäftigen sich die verschiedenen Altersgruppen auf je ihre Weise mit dem Predigttext und zwischendurch werden moderne Lieder geschmettert, anfänglich begleitet von der von R.W. gegründeten Jugendband „Die Eisbrecher“! Ein Hauch von Kirchentag.
Segen   Ostermontag 1995 - Segnungsgottesdienst  

Andere Formen - von ihm angeregt - waren der Gottesdienst zum Wiederentdecken, Gottesdienste in der Rheinaue, die Freitagsandacht und Stundengebet und Meditation. Nicht zu vergessen das Feierabendmahl, zu dem er und die Gruppe „Lebensmitte“ die ganze Gemeinde (mehrfach) einluden.
Weil der Mensch nicht nur mit Ohren zum Hören ausgestattet worden ist, sondern auch mit Augen, mit denen er das Evangelium sehen kann, wurde unsere Kirche - auf sein Betreiben  und im Einvernehmen mit dem Presbyterium - mit vielen Werken von Heinrich Gerhard Bücker ausgestattet. Seit 1984 hängt das Kreuz mit dem segnenden Christus über dem Altar.
Christusweg  Die 11. Station des Christusweges: Die Jünger von Emmaus erkennen Jesus am Brotbrechen.

Dazu kamen die 12 Medaillons des Christus-Weges und im Seitenschiff der Christus über dem Bergkristall. Der Altar dort ist aus einer versteinerten Baumscheibe aus Abrahams Zeiten angefertigt.
Eine Athos-Ikone ist das  jüngste „Schmuckstück“ in unserer Kirche.

Dass es Feste und Freizeiten in seiner Amtszeit gab, versteht sich fast von selbst. Es ging ans Meer in Frankreich, auf die Berge in Österreich, nach Föhr oder ins Heilige Land, nach Israel. Eine Gemeinde muß auch „über den eigenen Tellerrand hinausschauen“. Deshalb griff Pfr. Wachowsky sich anbietende Patenschaften auf:

Wachow  Gemeindefest in Wachow / DDR  1990

Vor der Wende mit einer über viele Dörfer verstreuten Gemeinde, westlich von Berlin: Wachow. Und dann ab 1992 das große Projekt „Königsberg“. Es lebt bis heute, inzwischen selbstständig als Königsberghilfe Bonn e.V.. Ursprünglich war das Krankenhaus der Barmherzigkeit in Königsberg unser Partner.

Koenigsberg  Leitende Schwestern aus dem Krankenhaus der Barmherzigkeit in Königsberg / Kaliningrad

Später kamen Hilfeleistungen für die Straßenkinder und Waisenhäuser dazu.
Bei diesen Aktionen schaute unsere Gemeinde nun wirklich über ihren Tellerrand und sah, wie andere Menschen leben bzw. leben müssen. Besuche gingen hin und her, und viele geduldige HelferInnen brachten jedes Jahr - durch umfangreiche Spenden ermöglicht - Lastwagen voll Sachspenden auf den Weg! Es wurden Containerwohnungen als Anlaufstelle für die Straßenkinder verschickt, Krankenbetten, medizinische Geräte, PCs, Lebensmittel und tonnenweise Kleidung, die wochenlang im Gemeindehaus sortiert und verpackt wurde.

Alles das (und mehr) kann niemand allein in die Tat umsetzen. Von Anfang an warb Pfr. Wachowsky mit ansteckender Fröhlichkeit um Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, auch unter Einsatz seines persönlichen Charmes! Er „trainierte“ sie regelrecht für die jeweilige Aufgabe - ich höre es am PC noch hinter mir schallen: „2 mal mußt du klicken!“ - traute ihnen dann aber etwas zu und übertrug Mitverantwortung.
Mitarbeiterin  Mitarbeitende sind die kostbarten Gaben der Gemeinde.


Dass das nicht immer ohne Reibungen und handfesten Krach abging, ist natürlich. Aber wozu leben wir in einer Kirchengemeinde, wenn wir uns nicht (frei nach Matthäus 18,21)  „70 mal 7 mal“ wieder versöhnen?! Und so oft war es gar nicht nötig!
Er hat viele durch seinen Einfallsreichtum, seine Fröhlichkeit und seinen Unternehmungsgeist beflügelt. Am ansteckendsten aber wirkt sein unerschütterliches Gottvertrauen in jeder Lebenslage: „Der liebe Gott tut nichts als fügen“. Möge es ihm allezeit erhalten bleiben!
                                                                                                                                                                        Susanne Hartenstein

Aus dem Gemeindebrief Februar 2007:

Abschied am 3.12.2006

Zu den Bildern (von oben links):

- Pfarrer Wachowsky mit Superintendent Pfr. Dr. Kenntner, Pfarrer Klaus Merkes und den Schützen von St. Hubertus vor der Heilandkirche,
- auf der Kanzel im Gottesdienst am 3.12.2006.
- Die "Eisbrecher" in Gründungsbesetzung aus dem Jahre 1989.
- Pfarrer Alexander Wimmershoff mit einem Grußwart der Katholischen St.-Severin-Kirchengemeinde Mehlem.
- Pfarrer Günter Schmitz-Valadier mit seinem Lied als Gruß der Evangelischen Kirchengemeinde Wachtberg.
- Viele guten Wünsche werden in das Gästebuch geschrieben.
- Pfarrer Klaus Merkes überreicht eine besondere Ikone.
- Heinrich Fleischer, zur Zeit Vorsitzender des Presbyteriums dankt mit vielen gut ausgewählten Bibelsprüchen
                                                                                             Margret und Robert Wachowsky.